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ZAZIE
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Zazie ist eine kleine Heldin. 12 Jahre alt und frech wie Oskar fegt sie als Protagonistin durch Raymond Queneaus Roman „Zazie dans le Métro“, der 1959 bei Gallimard erschien und den Louis Malle ein Jahr später verfilmte. Die Göre aus der Provinz wird von ihrer Mutter übers Wochenende bei Onkel Gabriel in Paris abgegeben. Dieser arbeitet als Tänzerin in einem Nachtclub, hat wenig Lust auf Nichten-Sitting und müht sich ab, sie mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt zu beschäftigen. Zazie will lieber Metro fahren, nur leider wird diese gerade bestreikt. Kein Grund für Zazie, nicht trotzdem auf eigene Faust loszuziehen. Neugierig stromert sie durch Travestieshows, beobachtet Entführungen, gerät zwischen Kneipenschlägereien und begegnet Touristengruppen, sprechenden Papageien, einem "Lustmolch", der auch Polizist ist, und einer Menge durchgeknallter Pariser. Den platten Annäherungen ihrer Begleiter, Bekanntschaften und neuen Freunde erwehrt sie sich auf ihre Art: „Ein süßes Kind.“ – „Scheiß auf das süße Kind.“ Am Ende ihres Streifzuges ist Zazie müde, aber viele Abenteuer reicher.
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